Parents for Future Eutin/Ostholstein sucht den Austausch zu aktuellen Fragen in der Klimadebatte

Die Coronakrise ist weltweit ein tiefer Einschnitt in das Beziehungsgeflecht, das unsere Lebens- und Arbeitswelten zusammenhält. Dabei haben wir im Hintergrund weiter die ungelöste Klima-Krise – sie könnte darüber in Vergessenheit geraten. Wir müssen beides betrachten.
Zunächst mag man sich daran erinnern, dass das griechische Wort krisis nicht eine hoffnungslose Situation bezeichnet, sondern den Höhe- oder Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung. In der Medizin etwa wird Krise der Gipfelpunkt einer fiebrigen Infektion genannt; hier entscheidet sich, ob der Patient die Krankheit übersteht – oder nicht. Eine Krise kann, muss aber kein Anlass zur Verzweiflung sein – ist sie überstanden, geht es oft sehr rasch aufwärts.

Irritation ist oft das, was einer großen Veränderung voran geht. Sind wir nicht alle gerade höchst irritiert? Irritiert, weil wir plötzlich mit Ungewissheiten konfrontiert sind, die wir so noch nicht erlebt haben? Weil wir aus unserer vermeintlichen Sicherheit aufschrecken und merken, dass Vieles, was wir bisher für selbstverständlich hielten, plötzlich ganz anders ist? Wir erleben, dass plötzlich nicht mehr alle Waren unbegrenzt zur Verfügung stehen, und das nicht nur bei Luxusartikeln. Die Welt, ein Dorf, in dem fast jeder Punkt von überall innerhalb kürzester Zeit erreichbar ist? Das war einmal. Heute sind wir  froh, wenigstens wieder ins benachbarte Bundesland reisen zu können. Die vielgelobte Globalisierung führt sich durch das Zusammenbrechen der Lieferketten vor unseren Augen gerade selbst ein Stück weit ad absurdum. Gewohnte Sicherheiten entfallen, auch und gerade unsere Planungssicherheit für die nächsten Wochen, Monate und vielleicht Jahre.

Wir können davon ausgehen, dass diese Krise ein Wendepunkt sein wird. Steht uns – beschleunigt durch die Corona-Krise – nun die große Transformation bevor, die die Welt so dringend braucht? Können wir die Richtung der Wende beeinflussen? Das ist noch völlig offen. Aber es wird gut sein, wenn wir mit unseren Klimaschutz-Aktivitäten in Eutin und Ostholstein nicht nachlassen.

So mancher mag in der Zeit des Shutdowns einen Eindruck davon gewonnen haben, wie sehr es sich lohnen könnte, das Rad des Lebens langsamer zu drehen. Damit die Luft sauberer bleibt. Damit die Gewässer klarer werden. Damit globale Warenströme und Mobilität neu gedacht werden. Damit wir aufhören, dem immer Mehr hinterher zu jagen. Andere stehen womöglich in den Startlöchern zum gegenteiligen Ansatz: sich mit noch größerem Elan, mit noch mehr Kraft und Schnelligkeit den täglichen Aufgaben zu widmen, um Versäumtes möglichst schnell nachzuholen.

Was also ist das Wesentliche im Leben, auf das wir uns besinnen sollten?

Wir werden neue Wege des Zusammenfindens erkunden müssen, um neue Antworten zu entwickeln – wenn möglich, aus der Verbundenheit heraus. Denn die aktuellen Ereignisse zeigen uns vor allem eines: wie sehr wir miteinander verbunden sind.

Lassen Sie uns gemeinsam Ideen zu entwickeln für die Zeit nach dem Shutdown.

Schreiben Sie uns, wie die Corona-Krise Sie zum Nachdenken und Handeln anregt und was wir in unserer Region anders und besser gestalten wollen.

Unsere Adresse: eutin@parentsforfuture.de

Im Namen von Parents for Future Eutin/Ostholstein

Angelika de Oliveira Gloria

 

 

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